 |
|
Während die Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise noch lange nachklingen werden, scheint die Talsohle der wirtschaftlichen Entwicklung überwunden. Die konjunkturellen Frühindikatoren sprechen für eine Fortsetzung der Erholung, die sich in den letzten Monaten des Jahres 2009 bereits abgezeichnet hat.
Die schwerste Rezession der Nachkriegszeit hat sowohl in den USA als auch im Euroraum ihr Ende gefunden. Beide Wirtschaftsräume konnten zuletzt wieder mit positivem Wirtschaftswachstum aufwarten.
|
Besonders erfreulich ist dabei auch die Entwicklung in Österreich, das mit 0,9 % BIP-Wachstum im Spitzenfeld des Euroraums liegt. Im nächsten Jahr kommt es darauf an, dass die Volkswirtschaften wieder aus sich selbst heraus zu wachsen beginnen, also ohne die gewaltige Unterstützung durch Staaten und Notenbanken.
Wichtige Rahmenbedingungen für die Fortsetzung des Aufschwungs sind gegeben: Große Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien haben schnell wieder auf ihren Wachstumskurs zurückgefunden und können so ihren Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung weiter steigern. Zudem haben viele Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht, die Kosten gesenkt und durch Restrukturierungsmaßnahmen ihre Profitabilität erhöht. Mit der anhaltend angespannten Situation am Arbeitsmarkt und dem schwachen Konsum bestehen aber weiterhin Risiken für die Konjunktur.
| „Wir erwarten keinen erneuten Rückfall in eine Rezession, allerdings wird die wirtschaftliche Erholung nur langsam und wahrscheinlich holprig erfolgen“, so Mag. Robert Katzelberger, Chief Investment Officer der Raiffeisen Salzburg Invest. |
|
 |
Kein Inflationsdruck
Die tiefe Rezession der Weltwirtschaft im Verbund mit dem freien Fall der Ölpreise hat die Inflation auf Talfahrt geschickt und die Teuerungsraten sogar in negatives Terrain abrutschen lassen. Bereits Anfang 2010 sollte die Inflationsrate zwar wieder über die 1%-Marke klettern, ohne die sehr schwankenden Bereiche Energie und Lebensmittel zeigt sich allerdings auch für nächstes Jahr ein abnehmender Inflationsdruck.
Moderat steigende Geldmarktzinsen
Die wirtschaftliche Erholung und das Ende der sehr expansiven Geldpolitik machen früher oder später steigende Geld-, aber auch Kapitalmarktzinsen unausweichlich. Entscheidend ist, wann die EZB beginnt, die Liquidität aus dem Markt zu nehmen und damit einen Zinsanhebungszyklus einleitet. Erste Anzeichen darauf werden dazu führen, dass die Geldmarktsätze im Laufe des Jahres 2010 wieder über den Leitzinssatz steigen. Allerdings werden die Zinsen am Geldmarkt dadurch nicht nach oben schnellen, sondern weiterhin historisch niedrig bleiben. Gegen Jahresende sollte der 3-Monats-Euribor bei 1,80% liegen, was sich damit auch positiv auf die Sparzinsen auswirken wird. Anleihen sollten durch die abnehmende wirtschaftliche Dynamik und die erwartete Aktienmarktkorrektur im ersten Halbjahr noch gut unterstützt sein. Auf Jahressicht sprechen aber die anhaltende konjunkturelle Erholung und der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik für steigende Kapitalmarktrenditen und damit einhergehend niedrigere Anleihenkurse.
Aktienmärkte auf Jahressicht positiv
Nach der jüngsten Börsenrally sollte es im ersten Halbjahr 2010 wieder zu stärkeren Schwankungen an den Aktienmärkten kommen. Unter Druck geraten könnten die Märkte, wenn Notenbanken und Staaten ihre wegen der Krise aufgelegten Hilfsprogramme zurückfahren. Im zweiten Halbjahr 2010 sollte das Aktienmarktumfeld aber wieder deutlich freundlicher werden. Viele Investoren sind nach wie vor in Aktien unterinvestiert und auch Liquidität wird trotz einer dann weniger expansiven Geldpolitik noch immer ausreichend vorhanden sein. Damit sollten sich die Aktienmärkte auf Jahressicht 2010 positiv entwickeln können, allerdings nicht in dem Ausmaß wie 2009. Für langfristig orientierte Investoren könnten sich durch die Rückschläge im ersten Halbjahr somit wieder attraktive Einstiegsmöglichkeiten ergeben. „Vor allem für langfristig orientierte Anleger werden die Chancen überwiegen. Diese Tendenz wird sich weiter verstärken, wenn der Vertrauensverlust zusehends aus den Köpfen verschwindet“, betont Dir. Mag. Hans Schinwald vom RVS.
Sicherheit und langfristige Ertragsentwicklung der Produkte sind fundamentaler Bestandteil der Raiffeisen Investmentphilosophie. Mit der breiten Produktpalette, die auf unterschiedliche Ertrags- und Risikoprofile der Anleger abstellt, bietet Raiffeisen Salzburg für jeden Kunden die für ihn am besten geeigneten Anlageinstrumente.
 |
|
Dir. Mag. Hans Schinwald:
„Auch wenn die Erholung nur langsam stattfindet, bleibt für langfristige Investoren der Aktienmarkt weiter attraktiv.“ |
|